Freimaurerloge FFzaS

Die Freimaurerloge FFzaS in Hamburg

FREIMAURERLOGE IN HAMBURG

Frieden und Freiheit zur aufgehenden Sonne

Die Freimaurerloge Frieden und Freiheit zur aufgehenden Sonne wurde am 30. April 2022 im Hamburger Logenhaus an der Moorweide gegründet. Mit der Matrikelnummer 1099 ist sie Teil der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AFuAM). Zur Lichteinbringung kamen über 120 Brüder aus 32 Logen – aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus. Schon dieses Ereignis war ein Zeichen für die Offenheit, die Vielfalt und die inhaltliche Relevanz, die viele Freimaurer mit dieser Neugründung verbinden.

Unsere Loge ist jung – aber sie steht auf einem starken Fundament. Sie versteht sich als Teil einer freimaurerischen Reformbewegung, die unter dem Namen Freimaurerbund zur aufgehenden Sonne (FzaS) bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts neue Impulse in die deutsche Freimaurerei brachte. Diese Bewegung entstand im Umfeld des Deutschen Monistenbundes, eines Zusammenschlusses von Humanisten, Wissenschaftlern und sozial engagierten Persönlichkeiten. Ziel war eine Freimaurerei, die sich von kirchlichen Bindungen und monarchischem Denken löst und sich stattdessen auf Aufklärung, Wissenschaft, Ethik und soziale Verantwortung konzentriert.

Diese Gedanken greifen wir bewusst wieder auf – nicht aus nostalgischen Gründen, sondern weil sie heute aktueller sind denn je. In einer Zeit, die geprägt ist von Unsicherheit, Polarisierung und dem Verlust gemeinsamer Werte, wollen wir einen Raum schaffen, in dem der respektvolle Dialog im Mittelpunkt steht. Einen Raum, in dem nicht Herkunft, Status oder Religion entscheiden, sondern die Bereitschaft, sich mit sich selbst und mit gesellschaftlichen Fragen ehrlich auseinanderzusetzen.

Wir arbeiten rituell – wie es in der Freimaurerei üblich ist. Aber wir tun das mit einem klaren Blick auf das Wesentliche. Für uns sind Rituale kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zur Reflexion. Sie helfen, sich zu fokussieren, Abstand zum Alltag zu gewinnen und wichtige Fragen auf einer tieferen Ebene zu betrachten: Was bedeutet Würde? Was heißt Verantwortung? Wie wollen wir leben – als Einzelne und als Gesellschaft?

Dabei pflegen wir keine starren Hierarchien. Wir verzichten bewusst auf traditionelle Abzeichen, Titel oder Hochgrade, die Distanz schaffen, statt Nähe zu ermöglichen. Uns geht es nicht um äußere Formen, sondern um innere Haltung. Was zählt, ist das Gespräch auf Augenhöhe – unabhängig davon, wie lange jemand Mitglied ist oder welchen beruflichen Hintergrund er mitbringt.

Unsere Loge versteht sich als Teil einer Freimaurerei, die in die Gesellschaft hineinwirkt – nicht durch große Worte, sondern durch klares Handeln. Ein Beispiel dafür war unsere erste Spende zur Gründung: Sie ging an ein Hilfsprojekt für über 150 ukrainische Waisenkinder, die unter Lebensgefahr nach Deutschland gebracht worden waren. Solche Unterstützung ist für uns kein PR-Instrument, sondern Ausdruck gelebter Verantwortung.

Wir wissen, dass Freimaurerei vielen Menschen fremd erscheint – manchmal geheimnisvoll, manchmal überladen mit Klischees. Unsere Loge will das ändern. Wir glauben, dass es möglich ist, die Grundidee der Freimaurerei – persönliche Entwicklung durch Reflexion, Gespräch und Gemeinschaft – auf eine moderne, offene Weise zu leben. Ohne elitären Anspruch, ohne religiöse Bindung, ohne starres Regelwerk.

Unsere Mitglieder kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen und Lebenssituationen. Was sie verbindet, ist der Wunsch, sich selbst weiterzuentwickeln und zugleich Teil eines Netzwerks zu sein, das menschliche Werte nicht nur benennt, sondern lebt. Wir verstehen uns als Suchende – nicht im esoterischen, sondern im ganz praktischen Sinn: Suchende nach Klarheit, Integrität, Orientierung und Wirksamkeit.

Wenn Sie sich für diese Form von Freimaurerei interessieren, laden wir Sie ein, uns kennenzulernen. Nicht durch Beitrittsformulare oder Förmlichkeiten, sondern durch ein Gespräch. Unsere Türen sind offen für Männer, die bereit sind, sich mit Ernsthaftigkeit, Offenheit und Haltung auf eine persönliche Entwicklung einzulassen – und ihren Beitrag zu einer Gemeinschaft zu leisten, die mehr sein will als nur ein Ort des Zusammentreffens.